EXPERTENTIPPS
Seit Kurzem fordert Google alle Werbetreibenden in der Europäischen Union dazu auf, anzugeben, ob ihre Kampagnen politische Inhalte enthalten. Diese Änderung basiert auf einer neuen EU-Verordnung zur Transparenz politischer Werbung, die mehr Offenheit und Nachvollziehbarkeit in der Online-Werbung schaffen soll.
Wenn du in der EU Google Ads schaltest, musst du künftig bei jeder Kampagne angeben, ob sie „Werbung mit politischen Inhalten“ enthält oder nicht.
Diese Angabe ist verpflichtend – sowohl für neue als auch für bereits laufende Kampagnen.
Google fragt dazu direkt in deinem Ads-Konto:„Enthält diese Kampagne Werbung mit politischen Inhalten in der Europäischen Union?“
Du kannst dann zwischen „Ja“ oder „Nein“ wählen.
Google orientiert sich bei der Definition an der EU-Verordnung.
Als politische Inhalte gelten unter anderem:
Werbung, die sich auf Wahlen, Volksabstimmungen oder politische Parteien bezieht
Werbung, die politische Ämter oder Kandidaten erwähnt
Inhalte, die sich auf Gesetzesinitiativen oder politische Themen mit Bezug zu öffentlicher Entscheidungsfindung beziehen
Beispiel:
Ein Unternehmen, das eine Kampagne zum Thema „Klimaschutzgesetz“ oder „Europawahl“ bewirbt, fällt darunter.
Eine Kampagne für ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein neutrales Thema (z. B. Webdesign, Gastronomie, Handwerk, Mode etc.) fällt in der Regel nicht darunter.
Google bietet drei Möglichkeiten, die Angabe vorzunehmen:
Für einzelne Kampagnen:
In den Kampagneneinstellungen findest du den Abschnitt „Werbung mit politischen Inhalten in der EU“.
Für mehrere Kampagnen gleichzeitig:
In der Kampagnenübersicht kannst du mehrere Kampagnen auswählen und dort die Angabe gemeinsam ändern.
Auf Kontoebene:
Wer generell ausschließen möchte, dass Kampagnen politische Inhalte enthalten, kann die Auswahl auf Kontoebene treffen.
Diese Einstellung gilt dann automatisch für alle bestehenden und zukünftigen Kampagnen – kann aber jederzeit geändert werden.
Ohne Angabe kann es passieren, dass Kampagnen nicht geschaltet oder eingeschränkt werden.
Darum empfiehlt Google, die entsprechende Auswahl zeitnah zu treffen – auch wenn man keine politischen Inhalte bewirbt.
Für die meisten Unternehmen und Dienstleister ändert sich inhaltlich nichts.
Wichtig ist nur, die neue Angabe aktiv vorzunehmen, damit alle Kampagnen weiterhin problemlos laufen.
Wenn du Unterstützung bei der Verwaltung oder Überprüfung deiner Google Ads Kampagnen brauchst, helfe ich dir gern weiter – inklusive Umsetzung der neuen EU-Anforderungen.
Autorin: Julia Mertens, Gründerin von m&m Design
„Ist es nicht beeindruckend, welche Möglichkeiten uns das Internet heute bietet? Mich fasziniert es jeden Tag aufs Neue Unternehmen in die digitale Sichtbarkeit zu verhelfen. Ich habe 2019 m&m Design gegründet und teile seitdem mein Wissen rund um Webdesign, Online Marketing, SEO uvm.“
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